Regensburger Piraten fordern den Rücktritt des Kulturreferenten der Stadt Regensburg Klemens Unger

Die Regensburger Piraten fordern den Rücktritt des schon seit Jahren umstrittenen Kulturreferenten der Stadt Regensburg Klemens Unger. Aktueller Anlass ist die Streichung des eh schon mageren Zuschusses von 1.000,00 € jährlich zu dem Regensburger Kultuerprojekt L.E.D.E.R.E.R. Offensichtlich zeigte sich hier die Kulturverwaltung gegenüber dem Kulturverein unnachgiebig. Klemens Unger wird immer wieder vorgeworfen, dass er ein sehr einseitiges, konservatives Kulturbild hat und gerade für alternative Kultur nur wenig übrig hat.

Der offene Brief im Wortlaut:

Herr Unger,

wir Piraten in Regensburg haben uns jetzt angesehen, wie Sie zuerst das Haus der Musik im Berliner Stil vergeigt haben, wie Sie tatenlos zugesehen haben, als Orte junger Kultur wie die Filmbühne oder die Heimat schließen mussten, und wie Sie den Kulturentwicklungsplan der Stadt ohne echte Bürgerbeteiligung verschleppen.

Und jetzt das: Das L.E.D.E.R.E.R., einer der letzten freien Orte für junge und progressive Kultur in dieser Weltkulturerbestadt, schreibt auf seiner Webseite, dass es aus dem Kulturreferat keinen Zuschuss mehr bekommt. Grund: es sei kein “kulturelles Projekt”. Welch Hohn! Mit dem L.E.D.E.R.E.R. würde Regensburg einen kostenfreien innerstädtischen Auftritts- und Ausstellungsraum für regionale KünstlerInnen, und einen offenen und unkomplizierten Treffpunkt für kulturelle Gruppen verlieren.

Sogar der Bayerische Rundfunk nennt die Initiative in der Lederergasse ein Kulturzentrum!

Stimmt, es gibt dort eher wenig symphonische Blasmusik. Und in den alten Steinen des Gebäudes wird höchstens zum fliegenden Spaghettimonster gebetet. Wahrscheinlich ist das L.E.D.E.R.E.R. genau deswegen einer der noch verbleibenden wichtigen Knotenpunkte in Regensburg für ganz verschiedene Menschen, Gruppierungen und Szenen, um sich zu treffen und miteinander Kunst und Kultur zu erleben.

Herr Unger, Sie haben entweder Ihre Jobbeschreibung nicht gelesen oder Sie hassen alle RegensburgerInnen unter 50. Anders lässt sich die aktive Verdrängung und finanzielle Tötung von kulturellen Initiativen junger Kultur unter Ihrer Ägide allein in den letzten paar Monaten nicht mehr erklären.

Herr Unger, treten Sie zurück. Ihr Handeln ist schon länger nicht mehr tragbar, aber das ist zuviel. Gehen Sie bitte junge Leute woanders hassen. Regensburg ist lebendig. Regensburg ist bunt. Und Regensburg braucht einen Kulturreferenten, der das versteht.

Mit unglaublich empörten Grüßen,

Tina Lorenz, kulturpolitische Sprecherin der Piratenpartei Bayern und
Regensburger Piratin
Benedikt Pirk, Direktkandidat Regensburg-Stadt für die Landtagswahl 2013

Quellen:
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