Wie die Eurokatastrophe noch verhindert werden könnte

Vieles ist bereits in der Eurokrise geschehen und vieles davon ist schief gelaufen. Dass der deutsche Sparweg nicht überall in Europa Freude hervorruft, ja nicht einmal effektiv funktioniert, scheint bei dem aktuellen wirtschaftlichen und politischen Zustand Griechenlands offensichtlich.

Natürlich hat Griechenland die letzen Jahre über seine Verhältnisse gelebt und es in den letzten Jahrzehnten nicht geschafft eine effektive Verwaltung aufzubauen. Doch dem Land jetzt einen rigiden Sparkurs aufzuzwingen, löst die Krise nicht. Ohne gezielte Investionen in Wirtschaft und Verwaltung kommt dieses Land nicht mehr auf die Beine. Wo ist die europäische Solidarität, seit dem das Land am Abgrund steht? Man hat die demokratischen, proeuropäischen Politiker im Regen stehen lassen. Sie durften die harschen Sparauflagen ihrem doch ziemlich überraschten Volk verkünden und durchsetzen. Die Quittung ist die letzte Wahl. Die Eurokraten sind direkt verantwortlich für das Erstarken der rechts- und linksextremen Kräfte in Griechenland und die praktische Unregierbarkeit des Landes. Und die nächste Wahl scheint das Desaster nicht besser zu machen.

Noch mal zur Klärung. Alle Euro-Staaten wollten Griechenland im Boot haben, aus historischen, kulturellen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Der Euro hat die griechische Exportwirtschaft schwer belastet, während er Importe erleichterte. So ging es den Griechen nach der Euroeinführung zunächst besser ohne das strukturelle Probleme gelöst worden wären. Hohe Arbeitslosigkeit und hohe Lebenserhaltungskosten belasteten die Griechen schon vor der Eurokrise. Im Gegensatz dazu konnten die wirtschaftlich starken Eurostaaten, insbesondere Deutschland, ihr Bruttoilandsprodukt steigern und sogar in der Finanzkrise fast stabil halten.

Es wäre jetzt an der Zeit, diese Eurodividende für die notleidenden Volkswirtschaften im Süden Europas auf zuwenden. Es geht dabei nicht nur um europäische Solidarität, sondern auch um unseren Wohlstand. Denn machen wir uns nichts vor. Wenn Griechenland fällt, stürzen sich die Spekulanten auf den nächsten Schwachen. Und wenn der Euro „stirbt“, hat Deutschland am wenigsten zu lachen.

Drum jetzt Solidarität mit Griechenland. Eurobonds wären der erste Schritt!

Quellen:

http://www.heise.de/tp/artikel/36/36967/1.html

https://gondrino.wordpress.com/2012/05/16/griechenland-und-der-euro/

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-bonds-hollande-oettinger-clegg-fordern-gemeinsame-anleihe-a-834024.html

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